Druckdaten-Infos für Visitenkarten mit Heißfolienprägung
Damit Ihre Visitenkarten mit Heißfolienprägung perfekt umgesetzt werden können, müssen die Druckdaten bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Heißfolienprägung ist ein separater Veredelungsschritt und erfordert eine eigene, exakt angelegte Prägeform.
1. Prägeelemente als Sonderfarbe anlegen
Alle Elemente, die geprägt werden sollen, müssen:
- als Vektor (keine Pixelgrafiken)
- in 100 % Schwarz
- als eigene Sonderfarbe (z. B. „Folie“, „Heißfolie“ oder „Hotfoil“)
angelegt werden.
Diese Sonderfarbe darf nicht in CMYK oder RGB umgewandelt werden.
2. Keine Verläufe, Raster oder Transparenzen
Heißfolienprägung ist eine reine Vollflächenveredelung.
Nicht möglich sind:
- Farbverläufe
- Rasterpunkte
- Schlagschatten
- Transparenzen
Alle Prägeflächen müssen klar, geschlossen und eindeutig definiert sein.
3. Mindestlinien & Details
Für ein sauberes Prägeergebnis empfehlen wir:
- Mindestlinienstärke: 0,4 pt (≈ 0,15 mm)
- Mindestabstand zwischen Elementen: 0,4 mm
- Kleine Schriften nur in ausreichender Strichstärke verwenden
Sehr feine Details können beim Prägen zulaufen oder ungleichmäßig wirken.
4. Überfüllung & Passgenauigkeit
Zwischen Druckbild und Heißfolie kann es produktionsbedingt zu minimalen Toleranzen kommen.
Daher:
- Prägeelemente nicht zu nah an Druckkanten platzieren
- Keine filigranen Konturen exakt auf Farbkanten legen
Eine leichte Überfüllung ist konstruktiv einzuplanen.
5. Prägefarbe & Platzierung
Die gewünschte Folienfarbe (z. B. Gold, Silber, Kupfer, Schwarz, Weiß oder Sonderfolien) muss klar benannt werden.
Mehrere Folienfarben sind möglich, erfordern jedoch separate Prägeformen.
6. Dateiformat
Bitte liefern Sie Ihre Druckdaten als:
- PDF/X-4 oder PDF/X-1a
- mit eingebetteten Schriften oder in Pfade umgewandelt
- im Endformat zzgl. Beschnitt (falls relevant)
7. Kombination mit anderen Veredelungen
Heißfolienprägung lässt sich ideal kombinieren mit:
- Letterpress
- Blindprägung
- Folienschnitt
- Goldschnitt oder Farbschnitt
Die Reihenfolge der Veredelung wird produktionsseitig festgelegt.

QR-CODE
QR-Codes unterscheiden sich jeweils in ihrer Struktur und sollten daher individuell beurteilt werden. Ob ein bestimmter Code für die gewünschte Veredelung geeignet ist, hängt maßgeblich von der gewählten Technik ab. Entscheidend ist außerdem die Größe: Eine Kantenlänge von mindestens 20 mm hat sich in der Praxis bewährt. Ebenso spielt die Komplexität des Codes eine wichtige Rolle. Sehr detailreiche QR-Codes lassen sich häufig nur eingeschränkt oder gar nicht für Folien- oder Letterpressveredelungen umsetzen.
Der hier gezeigte QR-Code hat eine perfekten Aufbau für eine z.B. Heissfolienprägung.